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Infos für Kulturpartner

Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge für kulturelle Aktivitäten und kreatives Schaffen zu begeistern, sind Ziele von SCHULE:KULTUR! in Niedersachsen. Kunst und Kultur wird fest im schulischen Alltag von Kindern und Jugendlichen verankert und kulturelle Teilhabe aktiv gefördert. Das Konzept SCHULE:KULTUR! in Niedersachsen nutzt Kultur als Medium und „Motor” für einen ganzheitlichen Schulentwicklungsprozess. Dabei geht es darum, dass Kultur in den Unterricht aller Fächer hineinwirkt und zudem lebendiges Lernprinzip und Gestaltungselement im gesamten Schulalltag ist.

Die Herausforderung besteht darin, verlässliche Strukturen und förderliche Bedingungen zu schaffen, damit sich ein fächerübergreifendes kulturelles Bildungsangebot entfalten kann, das langfristig zur Verbesserung der Schulqualität beiträgt. Dieses Vorhaben kann nur gelingen, wenn es von der gesamten Schulgemeinschaft und den außerschulischen kulturellen Partnern mitgetragen wird.

Die Entwicklung lokaler Kooperationen zwischen Schule und Kulturanbietern soll gezielt gestärkt werden. Zu den außerschulischen Akteuren im Projekt SCHULE:KULTUR! zählen Kulturinstitutionen und kulturpädagogische Einrichtungen wie Theater, Theaterpädagogische Zentren, Museen, Kunstvereine, Filmeinrichtungen, sozio- und interkulturelle Einrichtungen, Bibliotheken, Einrichtungen der Denkmal-, Heimatpflege und der Archäologie, Musik- und Kunstschulen sowie Künstlerinnen und Künstler mit pädagogischer Erfahrung. Die Umsetzung des Projekts gestaltet jede Schule in Zusammenarbeit mit ihrem außerschulischen Kulturpartner individuell.

An SCHULE:KULTUR!DREI (sprich: Schule durch Kultur Staffel drei) nehmen einerseits Schulen teil, die bereits im Modellprojekt dabei waren, dazu kommen auch neue Schulen, die sich bis zum 30.06.20 dafür bewerben. Alle Schulen nutzen die Möglichkeit, sich in Kooperation mit einem außerschulischen Partner der kulturellen Bildung zu einer Schule mit einem kulturellen Profil zu entwickeln.

 

Landeskoordinatorin Kultur

Anna Erichson

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Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen e. V. (LKJ)
Leisewitzstraße 37B
30175 Hannover

Kulturelle Schulentwicklung

Kulturelle Schulentwicklung – Was ist das eigentlich?

Unter Schulentwicklung können wir uns etwas vorstellen: Da geht es um Verbesserung der Qualität der Schule in verschiedenen Bereichen wie zum Beispiel Unterricht, Personal und Organisation. In der Regel bilden Schulen in ihrem Qualitätsentwicklungsprozess ein bestimmtes Profil heraus, zum Beispiel ein Kultur-Profil. Neben den künstlerischen Fächern werden dabei auch in anderen Fächern ästhetische Zugänge geschaffen, Kooperationen mit Einrichtungen der kulturellen Bildung gehören zum schulischen Alltag, im Ganztagsbereich gibt es ein breites Angebot künstlerisch-kultureller Aktivitäten.

Das Schulleben ist jedoch mehr als Unterrichtsinhalte, Methoden und Lernangebote. Jede Schule verfügt über eine eigene Schulkultur, die durch Haltungen und Werte aller Akteure der Schule sowie daraus resultierenden Strukturen geprägt ist.

Kulturelle Schulentwicklung setzt genau hier an: Nicht nur ein Mehr an kulturellen Angeboten ist ihr Ziel, sondern der Einfluss und die Wirkung der Ästhetik in allen Qualitätsbereichen der Schule. Tom Braun, Geschäftsführer der Bundesvereinigung der kulturellen Kinder- und Jugendbildung (BKJ) fasst zusammen: „Es geht darum, [ästhetisch-künstlerische Praxis] als zentrale Dimension des Schullebens zu etablieren, von der aus die gesamte Organisationsentwicklung wie auch die Unterrichts- und Personalentwicklung stattfinden. Diese Perspektive bedeutet, dass ästhetisch-kulturelle Praxis nicht nur zur ’Kultivierung’ der Kinder und Jugendlichen eingesetzt wird. Sie verdeutlicht gleichermaßen das Ziel der Schule, sich durch ästhetisch-künstlerische Praxis selbst zu kultivieren.“ Damit ist jede und jeder Einzelne angesprochen, die eigene ästhetische Wahrnehmung zu schulen und künstlerische Praxis im Fachunterricht sowie im Schulleben zu etablieren. „Die Schulkultur der Kulturschule entsteht [...] aus der Prämisse, kulturelle Erfahrungen als aktiven Prozess der Teilhabe zu gestalten.“ Das gilt nicht nur für die Schülerschaft, sondern für alle Schulmitglieder. Kultur ist kein Extra, sondern wird als Haltung gelebt.

Das Projekt SCHULE:KULTUR!, das gemeinsam vom niedersächsischen Kultusministerium und dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie der Stiftung Mercator entwickelt und umgesetzt wird, möchte Sie auf dem Weg eines kulturellen Schulprofils begleiten und unterstützen. Qualifizierung, Fortbildung sowie die Begleitung auf dem Weg der kulturellen Schulentwicklung bieten Schulen und ihren Kulturpartnern Erfahrungsmöglichkeiten, ästhetisch-kulturelle Praxis im Schulalltag zu verankern und damit auch die eigene Haltung zu reflektieren und Schulkultur aktiv zu gestalten.

Infos für Schulen

Im Projekt SCHULE:KULTUR!DREI (sprich: Schule durch KulturStaffel drei) in Niedersachsen wird ein ganzheitlicher Schulentwicklungsprozess durch Kulturelle Bildung angestoßen. Dabei geht es darum, dass Kulturelle Bildung lebendiges Lernprinzip und Gestaltungselement im gesamten Schulalltag wird und kulturelle Methoden in den Unterricht aller Fächer hineinwirken.

Es kann sich ein fächerübergreifendes kulturelles Bildungsangebot entfalten, das langfristig zur Verbesserung der Schulqualität beiträgt. Dieses Vorhaben kann nur gelingen, wenn es von der gesamten Schulgemeinschaft und außerschulischen Kulturpartnern mitgetragen wird. Es müssen verlässliche Strukturen und Gelingensbedingungen geschaffen werden, um so die Lern- und Persönlichkeitsentwicklung aller Schülerinnen und Schüler zu begleiten und optimal zu fördern.

Die Entwicklung lokaler Kooperationen zwischen Schule und Kulturpartner soll im Projekt gezielt gestärkt werden. Zu diesen außerschulischen Akteuren gehören deshalb neben Künstlerinnen und Künstlern insbesondere das in der pädagogischen Vermittlung tätige, qualifizierte und erfahrene Personal in Theatern, Theaterpädagogischen Zentren, Museen, Kunstvereinen, Filmeinrichtungen, sozio- und interkulturellen Einrichtungen, Bibliotheken, Einrichtungen der Denkmal-, Heimatpflege und der Archäologie, Musik- und Kunstschulen u. v. m. Für die Zusammenarbeit mit Kulturpartnern werden im Rahmen des Projekts finanzielle Ressourcen bereitgestellt. Die Grundidee und das Konzept des Projekts werden gemeinsam von beiden Ministerien mit der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel (ba), dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ), der Niedersächsischen Landesschulbehörde (NLSchB) sowie der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) kontinuierlich weiterentwickelt und koordiniert.

Beachten Sie die Ausschreibung im Schulverwaltungsblatt April 2020.

Weitere Beiträge ...

  • Rolle der Schule und der Schulleitung

    Die Schule verpflichtet sich durch einen Beschluss des Schulvorstandes zur Teilnahme am Programm SCHULE:KULTUR!. Sie plant die schuleigene Akzentsetzung im Rahmen des Projekts, setzt sie mit Unterstützung der Kulturkoordination in der Projektlaufzeit um und sorgt für Nachhaltigkeit.

    Die Schulleitung (Schulleiterin oder Schulleiter)

    • unterstützt aktiv (z. B. durch günstige Rahmenbedingungen, Freistellung von Lehkräften o.ä.) die Arbeit der Kulturkoordination sowie des gesamten Kollegiums bei der Planung und Umsetzung von SCHULE:KULTUR!DREI,
    • fördert die Zusammenarbeit mit dem Kulturpartner (z. B. indem der Kulturpartner in den kulturellen Schulentwicklungsprozess eingebunden wird).
    • nimmt verbindlich an den beiden zweitägigen prozessbegleitenden Schulleitungsveranstaltungen sowie an den Rahmenveranstaltungen teil,
    • sorgt während der Projektlaufzeit und in den Folgejahren für die Nachhaltigkeit des kulturellen Schulentwicklungsprozesses und den Kontakt zu den anderen Projektschulen.

     

    SCHULE:KULTUR! bietet der Schulleitung

    • Austausch mit Schulleitungen und Kulturpartnern aus dem Netzwerk der Programmschulen.
    • Grundlagen und Wissen über Chancen der kulturellen Schulentwicklung.
    • Kenntnisse über entscheidende Faktoren für erfolgreiche Veränderungsprozesse im System Schule
    • Wege und Möglichkeiten der Initiierung von Entwicklung
    • Zeit zur gemeinsamen Arbeit an Visionen, Zielen und Maßnahmen
    • Unterstützung durch Regional- und Landeskoordination
    • Begleitung und Unterstützung bei der Durchführung interner Evaluation
    • erfolgreiche Beispiele aus Programmschulen

     

     

  • Rolle der Kulturkoordination

    Was ist die Kulturkoordination

    Die Kulturkoordination besteht aus zwei Lehrkräften, die zu Multiplikatoren im Programm SCHULE:KULTUR! weitergebildet werden. Sie gestalten und begleiten den kulturellen Schulentwicklungsprozess an ihrer Schule in direkter Zusammenarbeit mit einem gewählten Kulturpartner. Unterschiedliche Wege einer solchen Entwicklung werden in den Grundlagenmodulen kennengelernt, um so gemeinsam mit der Schulleitung und dem Kulturpartner eigene Vorhaben entwickeln zu können.

    Für die Tätigkeit und die damit schulintern verbundenen Aufgaben erhält jede Kulturkoordination vom Niedersächsischen Kultusministerium für die dreijährige Projektlaufzeit eine Anrechnungsstunde. Zudem wird erwartet, dass die beteiligten Schulen der Kulturkoordination eine zeitliche Entlastung im Umfang einer weiteren Lehrerwochenstunde über den genannten Zeitraum gewähren.

    Die Kulturkoordination...

    • zeigt Bereitschaft, den Schulentwicklungsprozess meiner Schule zu begleiten
    • ist offen für die Zusammenarbeit mit externen Partnern aus dem kulturellen Bereich
    • engagiert sich in der Öffentlichkeitsarbeit und der damit verbundenen Dokumentation der Projekterfahrungen und Ergebnisse
    • koordiniert die Zusammenarbeit mit dem Kulturpartner und arbeitet partnerschaftlich mit ihm zusammen
    • dokumentiert die Erfahrungen und Ergebnisse innerhalb der Förderlaufzeit

    SCHULE:KULTUR! bietet der Kulturkoordination

    • Austausch mit Lehrkräften und Kulturpartnern aus dem Netzwerk der Programmschulen.
    • Grundlagen der (kulturellen) Schulentwicklung und Arbeit mit dem Schulprogramm um
    • Visionen gemeinsam mit der Schulleitung zu entwickeln und langfristig zu verankern,
    • die Schule mit dem Kulturpartner und der Schulleitung in unterschiedlichen Bereichen qualitativ weiterzuentwickeln.
    • Einblicke in die Systeme und die Arbeitsweise der Kulturpartner.
    • Einblicke in die Methodik und Didaktik von projektorientiertem Arbeiten.
    • Erfahrung in der Arbeit mit Prinzipien Kultureller Bildung und Entwicklung gemeinsamer Umsetzungsideen.
    • Zeit für die gemeinsame Planung mit dem Kulturpartner zur
    • Entwicklung einer Arbeits- und Kommunikationsstruktur und
    • Entwicklung von Projekten, Lehrerfortbildungen o.ä.
    • Entwicklung einer nachhaltigen Struktur zur Verankerung Kultureller Bildung in der Schule
    • Grundlagen des Fundraising.
    • Einführung in das Selbstevaluationstool.
    • Begleitung durch die Regional- und Landeskoordination
    • Ermöglichung individueller Fortbildungen
  • Programmumsetzung

    Die Umsetzung des Programms gestaltet jede Schule in Zusammenarbeit mit ihren außerschulischen Kulturpartnern individuell. Initiiert, gesteuert und unterstützt wird dieser Prozess durch zwei Lehrkräfte jeder beteiligten Schule. Diese werden im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen über drei Jahre zur Kulturkoordinatorin bzw. zum Kulturkoordinator fortgebildet. ln diesen Grundlagen-Qualifizierungen finden die Aspekte der kulturellen Schulentwicklung und des Ganztags besondere Berücksichtigung. Weiterhin werden in Wahlmodulen Prinzipien der kulturellen Bildung vertieft. Darüber hinaus werden weitere Lehrkräfte aller Fächer auf praxisnahen Fachtagen bedarfsorientiert geschult. Sämtliche Kosten der Qualifizierungsmaßnahmen sowie die Übernachtung werden übernommen. Die Fahrtkosten tragen die teilnehmenden Schulen selbst.